Herzlich Willkommen zur Warsteiner Wintermontgolfiade
24. Warsteiner Wintermontgolfiade vom 07. - 14. Januar
...das Beste zum Schluss
Kein Wetterglück hatten heuer die Teilnehmer der 24. Warsteiner Wintermontgolfiade bei Regen, Windböen und Schneeschauer. Geduld war für die 30 angereisten Ballonfahrer-Teams gefragt. Sie machten jedoch das Beste aus der Situation und für anderweitiges Zerstreuung gab es Möglichkeiten noch und noch, denn Bad Hindelang und Sonthofen sind die zentralen Drehscheiben für Gäste im Oberallgäu. Zum Ende der Veranstaltung konnten die Ballone aber dann doch noch zur Alpenüberquerung starten.
Schon der Auftakt, das Ballonglühn mit der"Nacht des Feuer" in Bad Hindelang fiel buchstäblich ins Wasser. Tagelanger Regen und Tauwetter hatten das Startgelände aufgeweicht und unbefahrbar gemacht. Es wurde nichts mit dem stimmungsvollen Abend und dem Tanz der startbereiten Ballone.
Ballonfahrer sind es gewohnt, nervenstark auf den optimalen Zeitpunkt zu warten. Kurzerhand ließ sich Ernst Bauer, erfahrender Ballonfahrer und seit vielen Jahren Organisator der Wintermontgolfiade ein Alternativprogramm einfallen. Statt sich über das schlechte Wetter zu ärgern, widmeten sich die Piloten einer Schulung in Flugmeteorologie, vorgetragen von Michael Noll, Flugmeteorologe aus Offenbach. Sie erfuhren wie Allgäuer Käse hergestellt wird - und wie hervorragend gut schmeckt.
Am Mittwoch und Donnerstag dann, der Startplatz war immer noch nicht befahrbar starteten die Ballone im Bereich des Illertales auf befahrbaren Feldwegen. Befahrbar muss das Startgelände sein, den aus Sicherheitsgründen sind die Ballone beim Startvorgang am Auto zu sichern. Und in aufgeweichte Wiesen zu fahren, verbiete sich von selbst.
Bauer ist stolz, dass seine Veranstaltungen bislang immer in guten Miteinander von Piloten und Grundstückeigentümern abliefen. Auch mit der Umwelt, den Tier- und Wildschutz gab es bei den Veranstaltungen bisher keinerlei Beanstandungen. Bei angenehmen Südwestwind trieben die Ballone hinein ins Oberbayerische. Die im Bereich von Bad Kohlgrub landenden Ballone wurden herzlich von den Einheimischen begrüßt - "kommt wieder, ihr seid herzlichst willkommen".
Bad Kohlgrub war bereits mehrere Male Austragungsort dieser anspruchsvollen Veranstaltung. Freitag war wiederum ein Tag, wo die Ballonfahrer nutzten, das Allgäu zu erforschen. Sei es in Wellnessbädern, auf Schi- oder Rodelabfahrten, Besichigungen von Museen, vereisten Klammen oder man ließ sich von der Allgäuer Gastonomie verwöhnen. Warsteiner und König-Ludwig-Weissbier gab es bis zum Abwinken im Ballönerhotel in Sonthofen.
Grünes Licht für die Ballonfahrer, darunter auch Teams aus Russland und England, gab es am letzten Tag der Veranstaltung. Abends zuvor und sehr früh am Morgen wurde ein eingehendes Briefing durchgeführt. Eine Fahrt über die Alpen, weit hinein nach Italien konnte somit am Samstag die Herzen der Piloten mit ihren Crews höher schlagen lassen.
Über Nacht war es wieder kalt geworden, der Startplatz war gut befahrbar, einer Alpenüberquerung stand nichts mehr im Wege. Schon sehr früh hoben die Ballone ab und stiegen in den Allgäuer Himmel. Für die russische Besatzung des "Raumschiffes Vostok" - der Ballon sieht tatsächlich aus wie das russishce Raumschiff, war es sicherlich eine unvergessliche Premiere.
Alle Ballone landeten südlich von Verona, kehrten sehr spät abends zur stattfindenden Abschiedparty zurück.
Sie werden sicher wieder zahlreich kommen, zur 25. Wintermontgolfiade nach Bayern.




